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Heilige & Asketen

Miniaturmalerei der Jaina in Indien

11. Oktober 2019 - 16. Februar 2020: Rautenstrauch-Joest-Museum Köln

Kooperationspartner: CERES, wissenschaftliche Beratung: Dr. Patrick F. Krüger (CERES)

Die aus Indien stammende Glaubensgemeinschaft der Jainas vermeidet strikt alles, was anderen Lebewesen – Mensch, Tier, Pflanze – schadet. Ihre Anhänger ernähren sich vegan und leben nach einem disziplinierten Verhaltenkodex. Doch was steckt hinter dieser im westlichen Kontext nahezu unbekannten Lehre der Gewaltlosigkeit?

Mit dieser Ausstellung feiert das Rautenstrauch-Joest-Museum die Schenkung eines umfangreichen Konvoluts indischer Miniaturen der Jaina aus der Sammlung Evan und Konrad Seitz. Die Kostbaren Manuskriptblätter stammen aus der Zeit zwischen 1375 und 1620.

Die Religionsgemeinschaft der Jaina kann seit etwa dem 6. Jh. v. u. Z. in Indien nachgewiesen werden. Weltweit bekannt ist ihr Grundsatz der Gewaltlosigkeit gegenüber Mensch und Tier. Eine wichtige Rolle im religiösen Leben spielen Manuskripte, die Lehren, kosmologische Vorstellungen sowie Richtlinien für moralisches Verhalten enthalten. Illustriert werden sie durch Miniaturen, die teilweise mit Lapislazuli und Gold ausgemalt wurden. Wohlhabene Jainas stifteten die Werke an Tempel und Mönche. Gujerat und Rajasthan waren im 14.-16. Jh. Zentren der jainistischen Manuskriptherstellung. Anhand der Miniaturen lassen sich einige charakteristische Entwicklungen des westindischen Malstils darstellen.

Die Ausstellung wird in Kooperation mit dem Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) und der wissenschaftlichen Beratung durch den Südasien-Experten Dr. Patrick F. Krüger realisiert. Weiterer Kooperationspartner ist das Cologne Institute of Conservation Sciences (CICS) der TH Köln.