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Wenig erforschte Missionssammlungen - Radiobeitrag interviewt CERES-Forscher

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In der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt und abseits von Besucherströmen liegen in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus verteilt sogenannte Missionssammlungen. Diese Sammlungen wurden von protestantischen oder römisch-katholischen Missionswerken und Missionaren gegründet. Sie umfassen eine Reihe von Objekten, seien es Ritualobjekte indiginer Völker, seien es indigine Darstellungen von Christus.

Eine dieser Sammlungen ist das „Haus Völker und Kulturen“, ein ethnologisches Museum der Steyler Missionare in Sankt Augustin bei Bonn. Die Sammlung stammt weitesgehend aus den 1960er Jahren. Der veränderte Blick auf die Missionstätigkeit, die gegenwärtige Debatte um den Kolonialismus und dem Umgang von kolonial erworbenen Sammlungsgut, aber auch die finanzielle Lage der Träger sind Gründe, warum diese Sammlung nur selten für Besucher geöffnet wird.

Am Beispiel der Steyler Sammlung berichten die beiden CERES-Forscher Martin Radermacher und Patrick F. Krüger im Beitrag für die Radiosendung "Tag für Tag", welchen Stellenwert diese Sammlungen haben und welche Schatzgrube sie für das Erforschen von Religionskontakten im 20. Jahrhundert darstellt.

Den Beitrag zur Sendung im Deutschlandfunk gibt es im Print oder zum Nachhören.