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Jubiläum

20 Jahre Religionswissenschaft an der RUB – eine Geschichte in Bewegung

Seit 20 Jahren steht die Religionswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum für gemeinsames Lernen, Forschen und den interdisziplinären Austausch über Religion in Geschichte und Gegenwart. Das Jubiläum bietet Anlass, auf die Entwicklung des Studiengangs zurückzublicken, die Menschen zu würdigen, die ihn geprägt haben, und gemeinsam in die Zukunft zu schauen.

Die Geschichte begann 2006 im GA-Gebäude der RUB, in der siebten Etage. Bereits im Wintersemester 2006/07 verzeichnete der Studiengang 174 Einschreibungen. In den darauffolgenden Jahren zog die Religionswissenschaft gemeinsam mit dem damaligen Käte Hamburger Kolleg (KHK) in das FNO-Gebäude auf dem Campus um. 2015 folgte der Umzug in die Universitätsstraße 90a. Im April 2026 kehrte das CERES schließlich auf den Campus der RUB zurück.

Aus den Anfängen ist mit dem Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der RUB gewachsen, die Religion in Geschichte und Gegenwart aus vielfältigen interdisziplinären Perspektiven erforscht. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Religionen entstehen, sich verändern und Gesellschaften prägen – in Texten und Bildern, in Ritualen und im Alltag von Menschen weltweit.

Wie vielfältig diese Forschung ist, zeigen zahlreiche große Forschungsprojekte, die am CERES durchgeführt wurden und werden. Das internationale Projekt BuddhistRoad untersuchte buddhistische Traditionen und ihre Verflechtungen in Zentralasien. DiGA (Digitalisierung Gandharischer Artefakte) widmete sich der digitalen Erfassung und Erforschung buddhistischer Kunst aus der historischen Region Gandhara im heutigen Pakistan und Afghanistan. Das interdisziplinäre Forschungskolleg RePliV (Regionale Regulierung religiöser Pluralität im Vergleich) untersuchte, wie das Zusammenleben unterschiedlicher religiöser und nicht religiöser Gruppen gestaltet wird und welche Rolle Politik, Recht, Bildung und Zivilgesellschaft dabei spielen. Ein aktueller Schwerpunkt ist der Sonderforschungsbereich 1475 „Metaphern der Religion“, der untersucht, wie Religion durch sprachliche Prozesse und Metaphern Sinn erhält und vermittelt. Im Juli 2026 startete der SFB in seine zweite Förderphase.

Auch in der Lehre verbindet das CERES wissenschaftliche Vielfalt mit gesellschaftlicher Relevanz: Im Bachelor- und Masterstudium lernen Studierende, Religionen jenseits konfessioneller Perspektiven kritisch zu analysieren und fundierte methodische Kompetenzen zu erwerben. Darüber hinaus bringt das CERES seine Forschung in den öffentlichen Austausch – durch Kooperationen mit Museen und Bildungseinrichtungen, Fortbildungen für Lehrkräfte, Schülerlabore sowie digitale Formate auf YouTube und Social Media. So entstehen Verbindungen zwischen Universität und Gesellschaft, die weit über den Campus hinausreichen.

20 Jahre Religionswissenschaft an der RUB – das sind zwei Jahrzehnte Forschung, Lehre und Austausch, geprägt von Menschen, Ideen und neuen Perspektiven. Wir feiern die Entwicklung des Studiengangs, die vielfältigen Wege seiner Studierenden und Ehemaligen sowie all jene, die das CERES über die Jahre begleitet und mitgestaltet haben.