Wissenstransfer in den Geisteswissenschaften stärken: CERES und SFB 1475 bei „Wissen wirkt!“
Die Veranstaltung brachte zahlreiche Wissenschaftler:innen der UA Ruhr zusammen, um über Transferformate, Kooperationen und die gesellschaftliche Wirksamkeit von Forschung ins Gespräch zu kommen.
Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie Wissen aus den Geistes-, Gesellschafts- und Bildungswissenschaften über die Universität hinaus sichtbar und wirksam werden kann. Gerade die Geisteswissenschaften leisten einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Orientierung: Sie schaffen Räume für Reflexion, vermitteln kulturelle und soziale Zusammenhänge und fördern den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit.
Für das CERES sprach Dr. Martin Radermacher über „Wissenstransfer im Spannungsfeld von Religion, Wissenschaft und Öffentlichkeit – Beispiele am CERES“. Der Vortrag machte deutlich, dass religionswissenschaftliche Forschung in besonderem Maße auf gesellschaftliche Debatten Bezug nimmt. Themen wie Religion, Pluralität und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind hochaktuell und erfordern einen differenzierten Austausch zwischen Wissenschaft, Medien und Öffentlichkeit.
Anhand verschiedener Beispiele aus der Arbeit des CERES sowie aus der Transferarbeit des SFB 1475 zeigte Martin Radermacher, wie Transfer in den Geisteswissenschaften praktisch gestaltet werden kann: durch öffentliche Veranstaltungen, Medienformate, Kooperationen mit außeruniversitären Partner:innen und die verständliche Vermittlung komplexer wissenschaftlicher Inhalte. Dabei wurde deutlich, dass Wissenstransfer kein einseitiger Prozess ist, sondern vom Dialog und vom gegenseitigen Lernen lebt.
Auch für den SFB 1475 bot die Veranstaltung wertvolle Impulse. Besonders der interdisziplinäre Austausch mit Kolleg:innen aus unterschiedlichen Fachrichtungen zeigte, wie wichtig Vernetzung und Kooperationen für erfolgreiche Transferarbeit sind. Formate wie „Wissen wirkt!“ schaffen Räume, in denen neue Synergien entstehen und gemeinsame Perspektiven auf gesellschaftliche Herausforderungen entwickelt werden können.