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(© Tim Karis)
RÜCKBLICK

Vortrag von Rosel Pientka-Hinz über Inana / Ischtar in der VHS Bochum

Im Rahmen der gemeinsamen Vortragsreihe „Religionen von Aha bis Zen“ vom CERES und der VHS Bochum hielt Rosel Pientka-Hinz am 20. Mai 2026 einen Vortrag zum Thema „Tanz und Ekstase im altorientalischen Ischtar-Kult“. Die Vortragsreihe widmet sich der Vielfalt religiöser Traditionen und beleuchtet historische wie gegenwärtige Perspektiven auf Religionen in unterschiedlichen kulturellen Kontexten. Dabei werden aktuelle Forschungsprojekte vorgestellt, gesellschaftliche Zusammenhänge diskutiert und Raum für Austausch mit dem Publikum geschaffen.

Im Mittelpunkt des Vortrags stand die Göttin Inana/Ischtar, eine der bedeutendsten und vielschichtigsten Gottheiten des Alten Orients. Sie wurde in unterschiedlichen Traditionen unter anderem als Göttin der Liebe, Sexualität, Fruchtbarkeit und des Krieges verehrt und war eng mit dem Planeten Venus verbunden. Rosel Pientka-Hinz zeigte, welche Rolle Tanz, Ekstase und rituelle Praktiken in ihrem Kult spielten und wie religiöse Feste gesellschaftliche Ordnungen zeitweise verändern oder infrage stellen konnten. Anhand altorientalischer Quellen veranschaulichte sie die enge Verbindung von religiöser Praxis, Körperlichkeit und sozialem Zusammenhalt sowie die Bedeutung von Ritualen für kollektive Identität und gesellschaftliche Aushandlungsprozesse.

Rosel Pientka-Hinz forscht am CERES zur Kultur- und Religionsgeschichte des Alten Orients. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem Kult und Ritual, Mythologie, Mensch-Umwelt-Beziehungen, Tier- und Farbsymbolik, Körperkonzepte sowie Architektur. Darüber hinaus beschäftigt sie sich mit der akkadischen und sumerischen Überlieferung des 2. Jahrtausends v. Chr., insbesondere mit Literatur, Historie sowie wirtschafts-, rechts- und sozialgeschichtlichen Fragestellungen.


Fotos: © Tim Karis / CERES