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Jetzt anmelden: Lehrforschungsprojekt zu Bilderflut und Bildersturm im Sommersemester 2019

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Bilder sind allgegenwärtig. Dennoch gab und gibt es – gerade in religiösen Kontexten – immer wieder Vorbehalte gegenüber Bildern, die von der reflektierten Kritik bis hin zur gewaltsamen Zerstörung von Bildern und Statuen reichen. Religions- und kulturgeschichtlich sind auf der einen Seite die „Bildprogramme“ zu nennen, wie wir sie beispielsweise aus den griechisch-römischen Traditionen kennen. Auf der anderen Seite steht die Ablehnung oder Abwesenheit der Bilder, sei es im jüdischen Bilderverbot, im byzantinischen Bilderstreit oder im reformatorischen Bildersturm; aber auch im frühen Christentum sind bildliche Darstellungen von Heiligen oder Jesus archäologisch erst seit dem 3. Jahrhundert nachweisbar.

In dem Lehr-Lern-Projekt „Zwischen Bilderflut und Bildersturm. Zur Rolle von Bildern in Religion und Gesellschaft“ wählen Studierende aus der Fülle historischer und gegenwärtiger Fallbeispiele je nach Interesse und Studienfortschritt Einzelthemen aus. Dabei entwickeln sie eigene Fragestellungen, die im Rahmen eines übergeordneten systematisch-komparativen Forschungsprogramms bearbeitet werden.

Im Sommersemester 2019 widmet sich das Lehrforschungsprojekt der „Bilderfrage“ in der römischen Religion der Kaiserzeit sowie in der frühchristlichen Religion. Fragestellungen können dabei von den religiös-politischen Bildprogrammen des Kaisers Augustus bis hin zur Frage nach der Bilderlosigkeit des frühen Christentums reichen; aber auch andere religiöse Entwicklungen der Epoche sind in Form von „Ausblicken“ in die Welt mögliche Forschungsthemen.

Das Lehrforschungsprojekt kooperiert in diesem Semester mit dem LWL-Römermuseum in Haltern, so dass Studierende neben ihrer Forschungstätigkeit auch die praktische Arbeit des Wissenstransfers im Museum kennenlernen und – je nach selbst gewählter Forschungsfrage – Ausstellungsstücke vor Ort in ihre Forschungen einbeziehen können. Der direkte Bezug auf Exponate im Museum ist aber keine Voraussetzung für die studentischen Forschungsprojekte. Die studentischen Projekte dauern in der Regel sechs Monate (von April bis September 2019) und werden in enger Betreuung durch den Dozenten entwickelt und durchgeführt.

Bewerbungen für die Teilnahme am Lehrforschungsprojekt sind ab jetzt möglich. Bitte formlose Bewerbungen bis zum 15. März 2019 per E-Mail an Dr. Patrick Felix Krüger (patrick.krueger@rub.de) senden. Die Bewerbung umfasst ein kurzes Motivationsschreiben zum Thema sowie mögliche Forschungsfragen, mit denen sich bewerbende Studierende im Kurs befassen wollen. Es werden maximal zehn Studierende in das Projekt aufgenommen.

Das Vorhaben richtet sich an Studierende in B.A.- und M.A.-Studiengängen. Die jeweiligen Fragestellungen werden an den individuellen Studienverlauf angepasst. Studierende haben die Möglichkeit, einen thematischen Schwerpunkt zu wählen, erste eigene Forschungserfahrung zu sammeln, ggf. zu publizieren und darüber hinaus wertvolle berufsqualifizierenden Kompetenzen durch die Kooperation mit dem LWL-Römermuseum in Haltern zu erwerben.