Ein Feiertag voller kleiner Wunder
Unter dem diesjährigen Motto „Kleine Wunder“ lud der gemeinsame Workshop „Historische Schriften“ 24 Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren und ihre Eltern und Begleitpersonen dazu ein, die faszinierende Welt verschiedener Schriftsysteme zu erkunden und selbst auszuprobieren. An verschiedenen Mitmach-Stationen konnten die Kinder selbst schreiben, malen, stempeln und ausprobieren.
Ein besonderes Highlight war die Keilschrift-Station: Mit Griffeln drückten die Kinder ihre eigenen Zeichen in Ton und konnten so nachempfinden, wie vor Tausenden von Jahren in Mesopotamien geschrieben wurde.
Auch die ägyptischen Hieroglyphen konnten die jungen Besucherinnen und Besucher selbst ausprobieren. Auf Papyrus-Lesezeichen malten und stempelten sie Hieroglyphen und konnten Papyrus-Ausmalbilder gestalten. Dabei gab es jede Menge Gelegenheit, Zeichen zu entschlüsseln und mehr über die Geschichte und Bedeutung dieser besonderen Schrift zu erfahren.
An den Stationen zu Chinesisch und Koreanisch konnten die Kinder schließlich Schriften kennenlernen, die auch heute noch verwendet werden. Mit Pinseln schrieben sie auf chinesischem Maulbeerpapier unter anderem die Figuren aus der „Sendung mit der Maus“ – Maus, Elefant und Ente.
Auf dünnem Aquarellpapier probierten sie außerdem koreanische Schriftzeichen mit Filzstiften aus und entdeckten, wie die bekannten Figuren der Sendung mit der Maus in einer anderen Sprache geschrieben werden oder schrieben ihre Namen auf Lesezeichen.
Für eine kleine Stärkung zwischendurch war ebenfalls gesorgt: Mit einem Sendung-mit-der-Maus-Waffeleisen wurden Maus-Waffeln gebacken. Dazu gab es Getränke, Kekse sowie Kaffee und Tee für alle großen und kleinen Besucherinnen und Besucher.
Der Vormittag war nicht nur für die Kinder ein Erlebnis. Viele Eltern zeigten sich begeistert und berichteten, dass sie selbst viel Neues gelernt hätten. Zum Abschluss bedankten sie sich für den abwechslungsreichen Vormittag und die vielen Möglichkeiten zum Mitmachen.
Der gemeinsame Maus-Tag vom CERES und dem SFB 1475 zeigte, wie spannend Wissenschaft sein kann, wenn man selbst ausprobieren, gestalten und entdecken darf. Mit vielen neuen Eindrücken, selbst gestalteten Schriftzeichen und einer Portion Maus-Waffeln im Bauch ging ein abwechslungsreicher Vormittag zu Ende – und vielleicht wurde dabei bei dem einen oder anderen kleinen und großen Gast die Neugier auf die Welt der Schriften und der Religionswissenschaft geweckt.