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Würdevolle Räume: Religiöse Minderheiten in pluralen urbanen Räumen

Das Projekt „Würdevolle Räume: Religiöse Minderheiten in pluralen urbanen Räumen” erforscht die Bedeutung von gebauten Räumen und Architekturen für religiöse Minderheiten und Migrationsgemeinden. Mitglieder oder Führungspersonen – alle sind aufgerufen, ihre Erfahrungen und Einschätzungen mit uns zu teilen!

Inwiefern ermöglicht oder verhindert die räumliche Situation der Gemeinden im urbanen Raum einen würdevollen Glaubensort – einen Ort, der zur spirituellen Identität der Gemeinschaft passt und ihren Bedürfnissen entspricht? Wie sind diese Orte in ihre urbanen Nachbarschaften eingebunden? Fühlen sich Migrationsgemeinden und religiöse Minderheiten in der Stadt angemessen repräsentiert und als Teil der Stadtgesellschaft wertgeschätzt?

Die Wirklichkeit vieler religiöser Minderheiten und Migrationsgemeinden bedeutet oft, dass sich Gläubige auf engem Raum zusammenfinden, was gerade in Anbetracht der Covid-19 Pandemie eine Herausforderung darstellt. Auch sind viele Räume nur provisorisch eingerichtet und genügen nicht den Anforderungen der Gemeinden in Bezug auf Ausstattung und Infrastruktur. Trotzdem spielen diese Räume für religiöse Minderheiten eine zentrale Rolle: Sie sind nicht nur Orte der Glaubenspraxis, sondern auch für das Leben der Gemeinschaft – ein Stück Heimat in der Fremde und ein Treffpunkt für das soziale Miteinander.

Weltweit lassen sich unzählige dieser Räume des Glaubens finden. Ziel dieses Projektes ist es, Beispiele zu sammeln, die diese Räume in ihrer Vielfalt widerspiegeln und illustrieren, wie die Lebenswirklichkeit religiöser Minderheiten und Migrationsgemeinden im urbanen Umfeld aussieht: Vor welchen Herausforderungen stehen die Gemeinden, welche Lösungen finden sie und welche Hoffnungen sind mit der Suche nach einem würdevollen Raum verbunden? Wie passt die räumliche Situation der Gemeinden zu ihrer Selbstwahrnehmung?

Um diese Fragen zu beantworten, sammeln wir Aussagen von Mitgliedern religiöser Minderheits- und Migrationsgemeinden. Wir rufen Mitglieder und Leitungspersonen auf, sich anonym oder nicht anonym zu beteiligen. Jede Auskunft ist willkommen: Ob als kurzes schriftliches Statement per E-Mail, als Sprachnachricht, Foto, als ausführlicher Bericht oder als kurzes Video, als Gruppeninterview oder Zeitungsausschnitt etc. Aus diesen Informationen soll eine interaktive und lebendige Dokumentation des Gemeindelebens in der Stadt zusammengestellt werden. Alle datenschutzrechtlichen Vorgaben werden sorgfältig beachtet; es werden zu keinem Zeitpunkt persönliche oder sensible Daten öffentlich zugänglich gemacht. Sie haben die Möglichkeit, vollständig anonym an der Befragung teilzunehmen.

Einfach mitmachen:

  • Äußern Sie sich schriftlich und anonym unter diesem Link - Sie können auf der Website auch Fotos oder andere Dokumente hochladen.
  • Melden Sie sich per E-Mail unter martin.radermacher@rub.de, um einen Termin für ein Telefonat oder eine Videokonferenz zu vereinbaren.
  • Melden Sie sich telefonisch unter +49 234 32-24697 und berichten Sie von Ihren Erfahrungen.
  • Senden Sie selbst aufgenommenen Fotos oder Videos an martin.radermacher@rub.de.

Gefördert von

Dieses Projekt wird ermöglicht durch eine Förderung des Architecture, Culture, and Spirituality Forum, die der Projektleiter im Jahr 2021 als Lindsay Jones Memorial Research Fund Award erhalten hat.

Projektleiter