Vortrag: Gerrit Lange über Beziehungen im Himalaya jenseits des Menschlichen
Externer Veranstaltungsort
Kein Aprilscherz!
Am Mittwoch, den 1. April, ist unser Mitarbeiter Gerrit Lange in Gent zu Gast: Im Rahmen der Vortragsreihe „More-than-human South Asia: Ecologies, Knowledge, Bodies, and Senses“ präsentiert er aktuelle Einblicke in seine Forschung.
Im Zentrum seines Vortrags A Family Meeting with Nagini Mata: Establishing Relations with the Serpent World, Trees, Grasses and Rivers in a Himalayan Valley stehen nichtmenschliche Wesen im Hinduismus des Zentralhimalaya – darunter Bäume, Flüsse und Schlangengöttinnen. Auch scheinbar unscheinbare Akteure wie Kirschbäume, ein unheimliches Gras und sogar die Unterwelt treten dabei in Erscheinung. Gerrit verbindet ethnografische Perspektiven mit Ansätzen aus der Religionsästhetik sowie neueren Animismustheorien.
So wird Animismus – etwa im Sinne von Graham Harvey – nicht länger als „primitive Religion“ verstanden, sondern als eine Lebensweise in einer Welt voller Personen, von denen nur einige menschlich sind.