Veranstaltung im Schauspielhaus Bochum zur Lage der Zivilbevölkerung im Iran
Die Veranstaltung verband künstlerische Beiträge, Lesungen und Musik mit einem moderierten Podiumsgespräch über die aktuelle Situation im Iran. Ziel war es, einen Raum der Solidarität und des Austauschs zu schaffen. „Wir sind erschüttert angesichts der Brutalität, mit der das iranische Regime gegen die eigene Bevölkerung vorgeht und möchten einen solidarischen Raum schaffen, in dem wir einander zuhören, uns austauschen, beieinander sind, Trost und Kraft spenden“, erklärte Angela Obst, stellvertretende Intendantin des Schauspielhauses Bochum, im Vorfeld.
Wissenschaftliche Perspektiven auf Protest und Religion
Im Podiumsgespräch mit der ehemaligen CERES-Gastwissenschaftlerin Dr. Maryam Palizban, die auch als Autorin, Schauspielerin und Regisseurin tätig ist, ordnete CERES-Geschäftsführer Dr. Tim Karis die aktuellen Protestbewegungen im Iran ein und diskutierte die komplexen Verflechtungen von Religion, Politik und gesellschaftlichem Wandel. Dabei wurde deutlich, dass Solidaritätsveranstaltungen wie diese nicht nur symbolische Bedeutung haben, sondern auch Räume für Information, Reflexion und transnationale Verbundenheit eröffnen.
Der Abend wurde von zahlreichen künstlerischen Beiträgen begleitet. Unter anderem traten Helia Bali, Iwona Gadzala, Afshin Ghavami Kivi, Faezeh Mojahedtalab, Benjamin Stein und Alper Adem Yilmaz auf. Auch Ensemblemitglieder des Schauspielhauses Bochum – darunter Danai Chatzipetrou, William Cooper, Linde Dercon, Mara Romei und Payam Yazdani – beteiligten sich mit Lesungen und Performances. Im Anschluss hatten die Besucher*innen bei persischem Essen in der Theatergastronomie Tanas im Foyer der Kammerspiele Gelegenheit, Gespräche fortzusetzen und Kontakte zu knüpfen.
Mediale Aufmerksamkeit für Solidaritätsveranstaltungen
Bereits im Vorfeld hatte der Westdeutscher Rundfunk (WDR) über die geplante Veranstaltung berichtet und sie in einen größeren Kontext eingeordnet. In einem Radiobeitrag wurde nicht nur auf den Solidaritätsabend im Schauspielhaus Bochum hingewiesen, sondern auch die Rolle kultureller Institutionen hierzulande bei der Unterstützung der iranischen Protestbewegung diskutiert. Der Beitrag aus der Radiosendung Westart vom 13. Februar beleuchtet, welche Bedeutung künstlerische und gesellschaftliche Solidaritätsformate für Aufmerksamkeit, Austausch und politische Sensibilisierung haben.
Der WDR-Beitrag ist hier abrufbar: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr/westart/audio-iran-soli-veranstaltungen-in-der-theaterszene-100.html