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Ungeheuer, Tonpampe und die Mondkuh: CERES-Forscher:innen präsentieren Kinderbuch am Vorlesetag

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Heute ist der bundesweite Vorlesetag. Grund genug für Forscher:innen des CERES, das Kinder- und Vorlesebuch Wie die Sterne an den Himmel kamen. Elf Geschichten aus der Zeit unserer Vorfahren dem Zielpublikum vorzustellen: Schulkinder der Grundschulstufe. Im LWL Museum für Archäologie in Herne konnten zwei lokale Schulklassen den Geschichten lauschen und im Anschluss passend dazu selbst kreativ tätig werden.

Der Herausgeber des Kinderbuches Kianoosh Rezania präsentierte den Kindern zusammen mit Carmen Meinert eine zoroastrische Schöpfungsgeschichte, die vor Jahrtausenden im heutigen Iran entstanden ist. In der Geschichte spielen Dämonen des Lichts und der Dunkelheit, aber auch eine Mondkuh die tragenden Rollen. Beide Vorlesenden ließen die Kinder aktiv an der Geschichte teilnehmen, denn sie konnten immer wieder den Zauberspruch mitaufsagen und mit kräftigen Fußgetrampel die bösen Dämonen der Geschichte in die Flucht schlagen. Um etwas unverwechselbares mit nach Hause nehmen zu können, bastelten die Kinder im Anschluss daran Lesezeichen mit den Motiven des Kinderbuches.

Eine andere Klasse lauschte der Schöpfungsgeschichte aus dem antiken Babylon. Die Geschichte wurde von Rosel Pientka-Hinz kindgerecht verfasst. Zusammen mit Michelle Dieren nahm sie die Kinder beim Vorlesen auf eine Reise mit ins Altertum und die Glaubenswelt, so wie sie im Zweistromtal vorherrschte. Grundlage für die babylonische Weltschöpfungsgeschichte sind sieben Tontafeln mit Keilschrift aus Mesopotamien. Welche Bedeutung Ton für die damaligen Hochkulturen hatte, wird auch in der Geschichte deutlich, wenn aus Lehm die Welt erschaffen wird. Im  Anschluss an die Lesestunden konnten die Kinder selbst versuchen, ihre Namen in Keilschrift auf Lehm einzuritzen.

Der bundesweite Vorlesetag ist Deutschlands größtes Vorlesefest und eine Initiative Der Zeit, der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn Stiftung.