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Muslime, die zu Christen werden: SWR2-Diskussion mit Volkhard Krech

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Individuelle Konversionen von einer Religion zu einer anderen sind in der Religionsgeschichte immer wieder anzutreffen. Allerdings reglementieren bzw. verbieten einige Religionen den Übertritt zu einem neuen Glauben, so z. B. der Islam, aber auch das Christentum.

Einige Muslimische Flüchtlinge lassen sich in Deutschland taufen. Gerade die Taufe von Asylsuchenden stößt in den Kirchen auf ein geteiltes Echo: Während einige die Taufe als Umsetzung des Missionsbefehls ansehen, sind andere Kirchenvertreter/innen und Politiker/innen skeptisch. Sie deuten die Konversion eher funktionalistisch: Den Getauften wird unterstellt, sich mit dem Religionsübertritt höhere Chancen auf einen Aufenthaltsstatus sichern zu wollen. In diesem Sinne forderte Bayerns Innenminister Joachim Hermann, die Kirchen sollten „sich sehr genau anschauen, ob einer wirklich zum Christentum übertritt“. Aber wie prüft man einen Glauben?

Diese und weitere Fragen wurden in der Radiosendung "Flucht aus dem Islam - Warum sich Muslime in Deutschland taufen lassen" des SWR2 thematisiert. Die Sendung wurde am 21. Juni 2017 ausgestrahlt. Unter der Leitung von Holger Gohla (SWR) diskutierten der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Dr. Peter Neher, der Religionssoziologe und Direktor des CERES, Prof. Dr. Volkhard Krech, und Matthias Drobinski, Redakteur der Süddeutschen Zeitung, München.

Die Sendung kann als Podcast abgerufen werden.