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CERES-Forscher veröffentlichen erstes deutsches Handbuch zum Evangelikalismus

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Weltweit sind die Evangelikalen eine der am schnellsten wachsenden religiösen Bewegungen. Wenn von Evangelikalismus die Rede war, fiel der Blick der Wissenschaft lange Zeit auf die USA, seit einigen Jahren zunehmend auch auf Lateinamerika und Afrika. Aber auch im deutschsprachigen nimmt diese christliche Strömung an Bedeutung zu: Ob hipper Gebetsraum in Berlin Friedrichshain oder afrikanische Migrantengemeinde in Mülheim a.R. - das Spektrum des Evangelikalismus in Deutschland gilt als weitesgehend unerforscht.

Erstmals geben deshalb drei junge Wissenschaftler des Centrums für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) ein religionswissenschaftliches Handbuch zum Thema heraus - und das in deutscher Sprache. Das ist ungewöhnlich und eine Leerstelle, wird doch der überwiegende Teil der Forschungsliteratur in Englisch verfasst.

Das "Handbuch Evangelikalismus" vermittelt einen kompakten Gesamtüberblick über die verschiedenen und sehr unterschiedlichen christlichen Gruppen, die im weitesten Sinne unter dem Begriff "Evangelikalismus" zusammengefasst werden können. In den ersten Kapiteln erklären die Herausgeber den Begriff und stellen die Forschungslage zum Thema kompakt dar. Führende Expert/innen erläutern in anschließenden Kapiteln die Geschichte und globale Ausbreitung evangelikaler Gemeinschaften. Systematisch werden Lehre und Praxis dieser christlichen Glaubensformen dargestellt und Sozialformen sowie die komplexen Verflechtungen mit der Gesellschaft, sei es in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, beleuchtet.

Eine Besonderheit des Handbuches ist, dass es historisch, geographisch und thematisch gegliedert ist. Damit bietet es aus verschiedenen Blickwinkeln einen schnellen Überblick und differenzierte Analysen. Die Vielfalt evangelikaler und verwandter Gruppierungen wird aus möglichst neutraler, religionswissenschaftlicher Perspektive auch für Laien zugänglich gemacht. Angaben zu weiterführender Literatur ermöglichen einem breiten Publikum die vertiefte Beschäftigung mit Einzelthemen.