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Gastwissenschaftler Mahsun Atsız forscht zu alt-türkischen und sogdischen Handschriften

Seit Juni 2025 ist Mahsun Atsız als Gastwissenschaftler am CERES. Gefördert wird sein einjähriger Forschungsaufenthalt durch das renommierte Tübitak International Research Fellowship Programme for PhD Students, das vielversprechende Promovierende aus der Türkei bei ihren internationalen Forschungsprojekten unterstützt.

Mahsun Atsız ist derzeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Mardin Artuklu Universität in der Türkei tätig und promoviert parallel an der Universität Istanbul im Fachbereich Alttürkische Sprache. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der alt-türkischen und sogdischen Sprach- und Schriftkultur mit einem besonderen Fokus auf Manuskriptstudien und Kodikologie. Daneben beschäftigt er sich insbesondere auch mit altuigurischen Fragmenten, sogdischen Manuskripten sowie Fragen der Syntax, Morphologie und Begriffsgeschichte in zentralasiatischen Quellentexten.

Seine bisherigen Veröffentlichungen widmen sich u.a. der Rolle von Frauenbegriffen im Alt-Türkischen, der syntaktischen Analyse alttürkischer Texte sowie der Übersetzung sogdischer Rechtstexte aus dem Russischen ins Türkische.  Durch seine profunde Sprachkompetenz – neben Türkisch und Kurmanci verfügt Atsız über Kenntnisse in Persisch, Chinesisch, Französisch, Deutsch und Syrisch – bringt er eine breite philologische Expertise mit, die seine Forschung stark interdisziplinär prägt.

Während seines Aufenthalts am CERES wird Mahsun Atsız seine Dissertation weiterentwickeln und sich mit den Kolleg*innen über historische Sprachkontakte, religiöse Textüberlieferungen und materielle Schriftkulturen austauschen.