Die DFG fördert den SFB 1475 für weitere dreieinhalb Jahre
Der an der Ruhr-Universität Bochum koordinierte SFB untersucht, wie Religionen mithilfe von Metaphern Vorstellungen vom Göttlichen und Transzendenten ausdrücken – etwa durch Bilder wie „Licht“, „Weg“ oder „Herz“. Dafür analysieren die beteiligten Wissenschaftler*innen religiöse Texte aus rund 4.000 Jahren Kulturgeschichte.
In der zweiten Förderphase umfasst der Forschungsverbund 14 inhaltliche Teilprojekte sowie mehrere Transfer- und Infrastrukturprojekte. Mehr als 40 Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Disziplinen wie Religionswissenschaft, Linguistik, unterschiedlichen Philologien und den Digital Humanities arbeiten zusammen im SFB. Im Fokus stehen religiöse Traditionen aus Europa, Asien und dem Nahen Osten – darunter unter anderem Christentum, Islam, Zoroastrismus, Buddhismus und Daoismus.
Künftig sollen neben schriftlichen Quellen auch Bilder, materielle Objekte und Performanzen systematischer untersucht werden. Ein Teilprojekt widmet sich zudem religiösen Parodien und ihren Metaphern. Ziel bleibt es, metaphorische Kommunikationsformen verschiedener Religionen besser vergleichbar zu machen und ihre gesellschaftliche Bedeutung genauer zu verstehen.
Pressemitteilung der DFG: https://www.dfg.de/de/aktuelles/neuigkeiten-themen/pressemitteilungen/2026/pressemitteilung-nr-15
Pressemitteilung der RUB: https://news.rub.de/presseinformationen/wissenschaft/2026-05-15-bewilligung-sonderforschungsbereich-metaphern-der-religion-wird-weitergefoerdert