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Buddhismus im Museum: Neue Wege für Ausstellungen ausloten

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Religionen im Museum auszustellen ist eine Kunst für sich. Reicht das Zeigen von historischen Artefakten, um religiöse Glaubensvorstellungen, Mythen und Rituale einem breiten Publikum zu vermitteln? Wie können hochgradig differenzierte Religionen, wie z. B. der Buddhismus, in all ihrer geschichtlichen und gegenwärtigen Vielfalt in einer Ausstellung angemessen präsentiert werden? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des fachlichen Austausches der unlängst zwischen dem Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) und dem Museum Rietberg in Zürich etabliert wurde. Dazu wurde ein Memorandum of Understanding unterzeichnet.

Um die unterschiedlichen Erfahrungen aus Museumswesen, Kunstvermittlung und Religionswissenschaft auszutauschen und konkrete Schritte zu planen, findet im März 2018 ein erster gemeinsamer Workshop der beiden Partner in Zürich statt. Er wird sich auf die Frage konzentrieren, wie sich der Buddhismus mit seinen verschiedenen Richtungen im musealen Kontext für verschiedene Zielgruppen ausstellen lässt. Von Seiten des CERES nehmen daran neben dem Direktor Prof. Dr. Volkhard Krech die beiden Buddhismus-Expertinnen, Prof. Dr. Carmen Meinert (BuddhistRoad, Buddhismus in Zentralasien) und Jun.-Prof. Dr. Jessie Pons (DiGA, Buddhismus in Südasien) teil. Der Workshop wird koordiniert von Anna Hagdorn (Museum Rietberg) sowie Dr. Patrick Felix Krüger und Dr. Martin Radermacher (beide CERES). 

Mittelfristig ist angestrebt, zur Vermittlung von Ausstellungen an der inhaltlichen Schwelle zwischen Kunstgeschichte und den Religionen wissenschaftlich zusammenzuarbeiten. Das international renommierte Museum Rietberg ist ein Kunstmuseum der Stadt Zürich. Seine hochkarätige Sammlung umfasst Werke aus Asien, Afrika und anderen außereuropäischen Gebieten. Insbesondere die Exponate aus Asien bieten viele Anknüpfungspunkte zu den Forschungsprojekten des CERES, die sich der Religionsgeschichte in Zentralasien, Süd- und Ostasien widmen. 

Mit "Nächster Halt Nirvana – Annährungen an den Buddhismus" präsentiert das Museum Rietberg vom 14. Dezember 2018 bis 31. März 2019 eine Ausstellung, die den historischen Buddha und den Buddhismus in Geschichte und Gegenwart beleuchtet und einem breiten Publikum zugänglich macht. An ihrer Konzeption und Vorbereitung wirken Fachleute des CERES beratend mit.