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(© KI generiert mit leonardi.ai)
DFG-GEFÖRDERT

Anna Neumaier ist Mitglied des Netzwerk „Conceptualizing Agency, Religion and Digitalization“ (CARD)

Seit der zweiten Jahreshälfte 2025 wird das wissenschaftliche Netzwerk CARD von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Anna Neumaier ist Mitglied des interdisziplinären Verbunds, der sich mit Fragen religiöser Handlungsfähigkeit im Kontext digitaler Transformation befasst.

Das CARD-Netzwerk widmet sich der Entwicklung eines konzeptionellen Rahmens, um religionsbezogene Agency — die Fähigkeit zu handeln und handelnde Akteure zu sein — im Kontext tiefgreifender Digitalisierungsprozesse zu verstehen. Im Fokus stehen dabei Fragen wie: Inwiefern können nicht‑menschliche Entitäten (z. B. Algorithmen oder KI‑Systeme) Agency zugesprochen werden, und wie verändern sich etablierte religiöse Praktiken, Autoritäts‑ und Gemeinschaftskonzepte im digitalen Raum? 

CARD begegnet der bislang fragmentierten Forschungslandschaft an der Schnittstelle von Religion, digitaler Technologie und Handlungsfähigkeit durch einen internationalen, interdisziplinären Diskurs. Er vereint Perspektiven aus Theologie, Religionswissenschaft, Medien‑ und Kommunikationswissenschaft, Human‑Computer‑Interaktion, Informatik, Philosophie, Soziologie, Psychologie sowie Islamic und Jewish Studies. Ziel ist es, in mehreren Phasen zunächst disziplinäre Wissensbestände zusammenzuführen, anschließend zentrale religionsbezogene Themen — etwa Autorität, Gemeinschaft, Identität, Ritual, Freiheit, Verantwortung und Wahrheit — interdisziplinär zu reflektieren, und schließlich auf dieser Basis eine umfassende Rahmenkonzeption zu erarbeiten.

Die Ergebnisse der Netzwerk‑Arbeit werden in einem englischsprachigen Handbuch publiziert. Darüber hinaus dient CARD als Grundlage für eine fortführende internationale Forschungsgruppe, die ab 2028 die nächsten Schritte dieses vielseitigen Forschungsfelds gestalten soll. Ein weiteres zentrales Anliegen des Netzwerks ist die Stärkung der Sichtbarkeit deutschsprachiger Forschung in diesem international relevanten Themenfeld. Die Beteiligung von Anna Neumaier an dem international und disziplinär breit aufgestellten Netzwerk unterstreicht die Relevanz religionswissenschaftlicher Perspektiven im Diskurs über Religion und Digitalisierung.

Mehr Informationen zum Projekt und der Förderung durch die DFG unter:
https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/564002997