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Götter, Feste, Rituale: Eine Reise durch die Religionen des Ruhrgebiets

Das Ruhrgebiet ist alles andere als grau. Eine bunte Vielfalt an etwa 200 Religionsgemeinschaften lebt zwischen Rhein und Ruhr. Seit Juni 2017 haben Schüler/innen die Möglichkeit im Projekt "Götter, Feste Rituale. Eine Reise durch die Religionen des Ruhrgebietes" religiöse Gemeinschaften und Orte des Ruhrgebiets zu untersuchen. Sie begeben sich auf eine simulierte Feldforschung und erkunden z.B. einen Hindu-Tempel in Hamm, einen thailändisch-buddhistischen Tempel in Dortmund, eine Moschee in Duisburg oder eine Pfingstbewegung in Mülheim. Dabei werden eigenständig Informationen gesammelt und Materialien und Objekte untersucht, um Profile der jeweiligen Orte und religiösen Gemeinschaften zu erstellen und die religiöse Vielfalt des Ruhrgebiets sichtbar zu machen.

Die Schüler/innen entdecken in der Rolle von Religionswissenschaftler/innen die religiöse Vielfalt des Ruhrgebiets. Dafür lernen sie zunächst die religionswissenschaftliche Perspektive auf Religion kennen und erfahren, was und wie in diesem Fach geforscht wird und warum die Forschung über die Universität hinaus relevant ist. Anschließend untersuchen die Schüler/innen selbstständig religiöse Gemeinschaften und Orte des Ruhrgebiets und begeben sich dafür auf eine simulierte Feldforschung. Jede Forschungsstation ist einer Religionsgemeinschaft oder einem religiösen Ort der Region gewidmet, z. B. dem Hindu-Tempel in Hamm-Uentrop, einem thailändisch-buddhistischen Tempel in Dortmund, einer Moschee in Duisburg oder einem Gemeinderaum der Pfingstbewegung in Mülheim. Die Schüler/innen sammeln eigenständig Informationen und untersuchen verschiedene Materialien und Objekte, um Profile der jeweiligen religiösen Gemeinschaften und Orte zu erstellen und die religiöse Vielfalt sichtbar zu machen. Durch den Projekttag erhalten Schüler/innen Einblicke in die vielfältige religiöse Gegenwartskultur des Ruhrgebiets und lernen aktuelle religionswissenschaftliche Forschungsfelder und Arbeitsweisen kennen.

Der Kurs bietet für die Sekundarstufe I unter anderem Anknüpfungspunkte an den Kernlehrplan in den Fächern Katholische Religion (Inhaltsfeld 6 „Weltreligionen und andere Wege der Sinn- und Heilssuche“), Evangelische Religion (Inhaltsfeld 6 „Religiöse Phänomene in Alltag und Kultur“) und Praktische Philosophie (Fragenkreis 7 „Die Frage nach Ursprung, Zukunft und Sinn“).

Der Kurs wurde von Judith Stander-Dulisch vom Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) entwickelt.

Mehr Informationen auf den Seiten des Alfried-Krupp-Schülerlabors der Ruhr-Universität Bochum