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Religiöse Argumente im rechtspolitischen und juristischen Diskurs

Moderne pluralistische Gesellschaften zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Bürger/innen unterschiedliche religiös-weltanschauliche Überzeugungen besitzen, die auch ihre politische Haltung zu Fragen des gerechten Zusammenlebens prägen können. Dies gilt insbesondere für Fragestellungen – etwa die Regulierung medizinischer und biotechnologischer Sachverhalte oder die Ausgestaltung der Solidaritätspflichten in einem Sozialstaat –, die in besonderer Weise ethisch umstritten sind. Gleichzeitig wirft ein politischer Einfluss der Religionsgemeinschaften und der religiösen Überzeugungen für den zur religiös-weltanschaulichen Neutralität verpflichteten Verfassungsstaat und seine Rechtsordnung erhebliche Probleme auf. Daher soll aus rechtsphilosophischer und verfassungsrechtlicher Perspektive anhand ausgewählter Regelungsbereiche analysiert werden, ob und in welcher Weise religiös imprägnierte Argumente in der rechtspolitischen und juristischen Diskussion verwendet werden und welchen Schranken sie dabei unterliegen.

Förderzeitraum

2012 - 2013

Gefördert durch

Publikation

  • Hörnle, Tatjana, und Stefan Huster. "Wie weit reicht das Erziehungsrecht der Eltern? Am Beispiel der Beschneidung von Jungen." Juristenzeitung (JZ) 68 (2013): 328-339.

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