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SUMMARY:Dr. Thomas Geisen: Prekäre Zugehörigkeiten. Zur Bedeutung kultur
 eller\, religiöser und ethnischer Orientierungen für jugendliche Migrant
 Innen
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DESCRIPTION:Ankündigung\nDas Aufwachsen in modernen Gesellschaften stellt
  jugendliche  MigrantInnen in der Adoleszenz vor besondere Herausforderung
 en.  Einerseits müssen sie sich von den eigenen kulturell-familialen  Tra
 ditionen abwenden und neue gesellschaftlich-kulturelle Orientierungen  ent
 wickeln. Andererseits stehen sie vor dem Problem\, dass sie sich in  ihrer
  Zukunftsplanung auf eine Gesellschaft hin entwerfen müssen\, die  ihnen 
 vielfach Unverständnis entgegen bringt und ihnen abweisend\, zum  Teil so
 gar feindlich\, gegenübertritt. Alltagsrassismus ist vielfach eine  Form\
 , mit der den Jugendlichen gegenüber feine Unterschiede markiert  und Abw
 ertungen vollzogen werden.\nJugendliche gehen sehr unterschiedlich mit die
 sen Herausforderungen  um\, die Reaktionen reichen von der Einnahme aktive
 r Gegenpositionen  gegen erfahrene Entwertungszumutungen bis hin zu Resign
 ation und Rückzug  in familiale und ethnisch-kulturelle Zusammenhänge. I
 n der Literatur  werden vor allem Resignation und Rückzug als eine Form v
 on  Entsubjektivierung interpretiert. An die Stelle moderner\, auf  Indivi
 dualität bezogene Subjektorientierungen\, so die Argumentation\,  findet 
 nun eine verstärkte Rückbesinnung auf familiale Traditionen und  ethnisc
 he Gemeinschaften statt. Dieser Zusammenhang wird auch als eine  Form von 
 Re-Ethnisierung bezeichnet. Der Religion wird in diesem Kontext  vielfach 
 eine besondere Rolle zugeschrieben\, sie wird als sichtbares  Zeichen von 
 Ethnisierungsprozessen angesehen.\nDer Vortrag wird ausgehend von einer kr
 itischen Auseinandersetzung  mit der These der Re-Ethnisierung die Bedeutu
 ng der Ausbildung  kultureller und ethnischer Orientierungen für das Aufw
 achsen von  Jugendlichen in der Adoleszenz diskutieren und nach der Bedeut
 ung von  Religion in diesen Prozessen fragen. Dabei wird die These vertret
 en\,  dass religiöse Identifikationen von jugendlichen MigrantInnen unter
   Bedingungen gesellschaftlicher Abwertung und Ausgrenzung immer auch  Aus
 druck starker Identifikationen und Subjektpositionierung darstellen.
URL:https://ceres.rub.de/en/events/geisen-eng/
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