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Sichtbare Religion. Eindrücke aus studentischer Forschung

Feier

In einem Lehrforschungsprojekt befassten sich acht Studierende der Religionswissenschaft unter der Leitung von Frederik Elwert ein Semester lang mit Fragen wie: Wo wird Religion sichtbar? Wie wird sie dargestellt? Welche Diskussionen löst sie aus? In eigenen kleinen Forschungsprojekten gingen Sie auf Spurensuche nach Antworten auf diese Fragen.

Eindrücke aus dieser studentischen Forschung werden nun ab dem 4. Juli in einer Ausstellung im zentralen Treppenhaus der Universitätsbibliothek dargestellt. Zur Eröffnung der Ausstellung am Dienstag, den 3. Juli, um 16 Uhr, laden die Universitätsbibliothek und die Projektgruppe herzlich ein.

In den 1960er Jahren waren „Werteverfall“ und leere Gottesdienste Grund zur Sorge bei Kirchenvertretern und Politikern. Sie warnten vor dem Verlust der Religiosität und damit der Grundlage jeder Moral. Zumindest aber schien Religion sich von den klassischen Institutionen zu lösen und in die Privatsphäre zu wandern. Thomas Luckmann interpretierte diese Entwicklung damals in seiner Theorie der „unsichtbaren Religion“.
Dieser Trend scheint sich seit den 1990er Jahren umzukehren. Religion wird wieder vermehrt in den Medien und im öffentlichen Raum wahrgenommen. Dazu gehören religiöse Symbole, Gebäude und Kleidung, aber auch das Sprechen über religiöse Inhalte oder journalistische Berichterstattung. Religion ist wieder sichtbar!

Vor diesem Hintergrund befassten sich Studierende der Religionswissenschaft in sieben, teils recht unterschiedlichen Fallbeispielen mit den Fragen: Wo wird Religion sichtbar? Wie wird sie dargestellt und welche Diskussionen löst sie aus?

In dieser Ausstellung werden nun die Eindrücke der studentischen Forschung dargestellt. Dabei wurde die Sichtbarkeit der Religion in drei verschiedenen Bereichen untersucht:

  1. in der Berichterstattung
  2. im Alltag
  3. in der Diskussion

Ein Semester lang forschte jeder der acht Studierenden eigenständig zu seinem Teilprojekt. Danach wurden die Ergebnisse verglichen und unteranderem in dieser Ausstellung wieder zusammengefügt.

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