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Artefakte als Metaphern des Religiösen

Workshop


CERES-Palais, Raum "Ruhrpott" (4.13)

Der Workshop befasst sich mit der metaphorischen Funktion von Artefakten in inter-religiösen Kontaktsituationen der christlichen Mission in Süd-, Südost- und Ostasien. Der Artefak-begriff reicht dabei von Bildern über Plastiken und Statuen bis hin zu Gebäuden und baulichen Arrangements.

Gesellschaften sprechen zu ihren Göttern und über ihre Götter nicht nur mit Worten und Texten, sondern auch durch materielle Ausdrucksformen. Wie religiöse Kommunikation im Allgemeinen, so ist auch diejenige religiöse Kommunikation, die sich nicht-sprachlicher Medien bedient, damit befasst, die Differenz von Immanenz und Transzendenz mit dem Ziel letzt-instanzlicher Kontingenzbewältigung zu bearbeiten. In diesem Prozess spielen Metaphern eine zentrale Rolle. Sie sind ein Mittel, um das Unverfügbare verfügbar, das Abwesende anwesend, das Unsagbare sagbar zu machen. Metaphorische Kommunikation vollzieht sich aber nicht nur im Modus der gesprochenen oder geschriebenen Sprache, sondern auch im Modus des Materiellen. Artefakte leisten – genau wie andere Modi der Kommunikation – eine Bearbeitung und Überbrückung der Immanenz-Transzendenz-Differenz.

Beteiligte Personen