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SUMMARY:Konferenz | Der Mittelmeeraum: Ein pluriverses Universum
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DESCRIPTION:Flyer\nProgrammänderung\nMittwoch\n\nAnstelle von Michael Som
 mer trägt Michaela Ott vor.\nDer Vortrag von Frank Starke fällt aus.\n\n
 Donnerstag\n\nDer Vortrag von Frank Crüsemann fällt aus. Die Konferenz b
 eginnt dementsprechend erst um 9:15.\nAnstelle des Vortrags von Ekkehard S
 tegemann und Wolfgang Stegemann findet im Anschluss an das Mittagessen ein
 e Führung durch die Kunstsammlungen der RUB statt. \nDer Vortrag von Alm
 ut Renger fällt aus und die Abschlussdiskussion wird entsprechend vorgezo
 gen.\n\nWer „Mittelmeerraum“ sagt\, konnotiert notwendig Fernand Braud
 el und legt die Analogisierungsfähigkeit bis -notwendigkeit seines Grund
 konzepts für die antike Welt nahe. Zusätzlich ist beim „Pluriversen Un
 iversum Mittelmeer“ von einer longue durée auszugehen\, weshalb zunäch
 st die bleibende Bedeutung der vorantiken „Hochkulturen“ für unseren 
 Gesamtraum zu plausibilisieren ist. Zu akzentuieren ist\, auf die „helle
 nistischen“ Jahrhunderte gesehen\, dass Orientalen und Ägypter die grie
 chische Welt genau so veränderten wie diese sie: eine Aufgabe\, die nur a
 ngegangen werden kann\, wenn zuvor die Spezifik des „klassischen“ Grie
 chenland profiliert und Athens bleibende Bedeutung herausgearbeitet worden
  ist.\nDie analoge Aufgabe besteht für Jerusalem. Schon was das hellenist
 ische\, erst recht aber römisch-imperiale Zeitalter angeht\, ist sein Ste
 llenwert so groß wie spezifisch. „Jerusalems“ Eigenwert ist zu profil
 ieren\, jedoch nicht zu isolieren. Schon aufgrund des Hellenismus beginnen
  sich griechisch-jüdisch-römische Austauschprozesse zu entwickeln: wird
  nicht zufällig Alexandria zu einer auch jüdischen Stadt\, die zugleich 
 ihr Diaspora-Judentum hellenisiert – mit überregionaler Auswirkung.\nUn
 beschadet dessen steht außer Frage\, dass noch ein multikulturelles Hybr
 id wie Paulus – nicht nur die Zeloten à la lettre – in einer antiröm
 ischen Abwehr- und Angriffsfront stand. Konflikte geradezu tödlicher Art 
 innerhalb der hellenistischen koiné/des Imperium Romanum können nicht ge
 leugnet werden\, wenn dies innerhalb einer helleno- und romanozentrischen 
 Geschichtssicht auch nicht unüblich gewesen ist. Das Projekt „Plurivers
 es Universum“ versteht sich dezidiert polyzentrisch\, obgleich innerha
 lb eines Kulturraumes – für den der Erinnerungsort Alexandria überrep
 räsentativ gewesen sein dürfte.\nBis heute bestehende Frontstellungen ke
 inen Augenblick verdrängend\, soll der oft nur verrufene „Alexandrinis
 mus“ bewusst stark gemacht werden – er selbst war alles andere als spa
 nnungsfrei\, gar irenisch. Eine Gestalt wie der zeitweise im auch antisemi
 tischen Alexandria lebende und ungemein vielgesichtige Flavius Josephus\, 
 die zugleich eine sehr kaiserzeitliche war\, kann das besonders gut verdeu
 tlichen.
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